Chronik der SSG Gartenstadt

Am 01. 04. 1983 gründen eine Handvoll schießsportbegeisterter Siedler innerhalb des Gemeinschaftshaus Gartenstadt e. V., genannt Förderverein, eine „Abteilung Schießgruppe“ unter der Führung von Hans-Jürgen Wolff. Es gab unterschiedliche Mitgliedsbeiträge für Siedler und Nichtsiedler.

Beim Bau des Gemeinschaftshauses war durch aktive Sportschützen wie Hans-Herbert Ziebell und andere auf die Gestaltung eines ausreichend großen Kellerraumes hingewirkt worden. Der damalige Vorsitzende des Gemeinschaftshaus Gartenstadt e. V. , Friedhelm Brandt, bestätigt diese Tatsache als eine Grundlage für die folgenden Aktivitäten.

Bereits am 25. 04. 1983 wurde ein Mietvertrag über die Schießanlage mit der Schießgruppe des Postsportverein Neumünster geschlossen.

Die erste Vorstandssitzung der Schießgruppe wurde am 03. 05. 1983 abgehalten mit dem Schwerpunktthema: „Ausarbeitung einer Satzung“.

Schon eine Woche später, am 10. 05.1983 war man zum Pokalschießen im „Ochsen“ in Timmaspe.

Am 24. 05. 1983 kam die schriftliche Genehmigung des Bauaufsichtsamtes der Stadt Neumünster zur dauerhaften Nutzung des Kellerraumes als Schießstätte für Luftdruckwaffen.

Am 27. 05. 1983 wurde das erste Vereins-Gewehr gekauft. Es war eine „DIANA Modell 75“ mit Knicklauf finanziert durch ein Darlehen von Herbert Hansen.

Die erste Mitgliederversammlung am 16. 06. 1983 unter der Leitung von H. –J. Wolff und H. –H. Ziebell erfasste einen Mitgliederbestand von 20 Jugendlichen und 27 Erwachsenen und befasste sich u. a. mit Themen wie:

-Strafgeld für die Benutzung des Wortes „Karte“ statt „Scheibe“,

-Durchzuführende Gemeinschaftsarbeiten,

-Maßnahmen zur Vermeidung von „Cliquenwirtschaft“ und

- Erörterung des Beitritts in den Norddeutschen Schützenbund.

Am 20. 06. 1983 wurde eine Vereinbarung zur Nutzung des Schießkellers durch die Schießgruppe und der Öffnung des Lokals an jedem Donnerstag von 17. 00 bis 22. 00 Uhr mit dem Gemeinschaftshaus Gartenstadt e. V. getroffen.

Eine Mitgliedschaft von Jugendlichen unter 12 Jahren wurde am 24. 10. 1983 „aus versicherungstechnischen Gründen“ ausnahmslos abgelehnt!

Bei einer Versammlung am 11. 11. 1983 wurde vom Kreisverband des Deutschen Siedlerbundes eine Beihilfe von 150,- DM bewilligt unter der Bedingung, dass die Schießgruppe unter dem Namen „Deutscher Siedlerbund Schießgruppe Gartenstadt“ in den Siedlerbund eintreten müsste. Bei der Diskussion dazu wurde u. a. damit argumentiert, dass dann möglicherweise eine zusätzliche Pacht für den Schießkeller fällig werden könnte.

Am 15. 12. 1983 fand die Gründungsversammlung des „Schießsportverein Gemeinschaftshaus Gartenstadt e. V. von 1983“ mit 26 Anwesenden statt. Die Namensgebung wurde einstimmig beschlossen und es wurden in den Vorstand gewählt:

          1. Vorsitzender: Hans-J. Wolff           2. Vorsitzender: Kurt Noack

          Kassenwart: Kurt Höhn                    Sportwart: Hans-H. Ziebell

          Jugendwart: Hans-J.  Bobsien            Schriftführerin: Elka Wolff

          Frauenwartin: Ingrid Hahn

Am 17. 01. 1983 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister unter der Nummer 281.

 

Im März 1984 fand das 1. Pokalschießen in der Gartenstadt statt.  Georg Kellner entwarf Urkunden und einen Briefkopf sowie nach Vorlage den ersten Stempel. Nach Vorsprache stifteten diverse Firmen Wanderpokale, für die Besten Einzelschützen wurden von Rainer Hahn und Klaus Zimmermann Embleme und kleine Holzschilde hergestellt. Die ersten Leitkarten kamen von H. –J. Wolff.

Für die Helfer bei der Durchführung des Pokalschießens wurde auf Kosten des Vereins ein „Helfertreffen“ mit gemeinsamem Essen beschlossen, das noch etliche Jahre weiterhin durchgeführt wurde.

Zur Mitgliederversammlung am 20. 02. 1984 weist der Sport eine Erfolgsbilanz von 10 Wander- und 2 Mittelpokalen bei 10 Pokalschießen des vergangenen Jahres auf. In der Kasse befinden sich fast 600,- DM und die Mitgliederliste enthält 41 Personen incl.  14 Jugendlichen.

Siedler und Nichtsiedler werden bei den Beiträgen gleich gestellt.

Für das 1. Pokalschießen stellen sich 20 Helfer zur Verfügung, der Kellerniedergang wird gestrichen und für den Druck der Urkunden werden 300,- DM bereitgestellt.

Das 1. Pokalschießen wird vom 07. 03.  bis 16. 03. 1984 mit Kommers am 30. 03. 1984 durchgeführt!

Im laufenden Jahr 1984 werden etliche Beschlüsse gefasst bzw. vorbereitet, die bis heute noch ihre Wirkung haben.

Die SG Gartenstadt beteiligt sich an der Gestaltung des Stadtteilfestes mit einem „Mettwurstschießen“ und der Ermittlung eines Stadtteil(schützen)königspaares.

Es wird der Schwund von Scheiben und Munition beklagt, der Kauf eines Gewehrs für Linksschützen angeregt, das Bankeinzugsverfahren für Mitgliedsbeiträge erörtert, ein „Ältestenrat bzw. Ehrengericht“ für nicht sportliche Belange angedacht und aus gegebener Veranlassung über die Möglichkeiten zum Ausschluss eines Mitglieds nachgedacht. Die Notwendigkeit einer einheitlichen Bekleidung wird erkannt und in erste Schritte umgesetzt.

Die langfristige Nutzung (mind.  25 – 30 Jahre) des Kellers und die Trennung von der Verpachtung des Gemeinschaftshauses an einen Gastwirt werden vorbereitet.

 

Zur Jahreshauptversammlung am 07. 02. 1985 ist der Mitgliederbestand auf 80 incl. 20 Jugendlicher angestiegen. Bei einem Kassenbestand von 1694,- DM tritt der Kassenwart zurück! Weil im Vorjahr keine Jahreshauptversammlung durchgeführt wurde, stimmen die Wahlperioden für den Vorstand nicht mir Satzung überein. Es werden Neuwahlen durchgeführt, bei denen neben dem Kassenwart auch der 2. Vorsitzende durch einen Nachfolger ersetzt wird.

 

Nachdem der Verein in der Öffentlichkeit im Trainingsanzug zwar kein schlechtes Bild abgegeben hat, wird jetzt die Beschaffung einer „Tracht“ in Angriff genommen.Die Ausgestaltung unseres Kellers, für den seit dem 01. 05. 95 ein Pachtvertrag besteht, bereitet weiterhin Probleme und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Beim Pokalschießen 1986 nahmen 173 Mannschaften, davon 32 sportlich, teil. Urkunden werden handschriftlich durch Georg erstellt.  Kommers mit Musik von U. Afflerbach und D. Honermeier mit einem Rahmenprogramm der Jagdhornbläser. Bei der Jahreshauptversammlung kann der Sportwart auf den Gewinn von 64 Pokalen mit 14 100er-Schützen bei 28 Pokalschießen verweisen. Es wurden 1 LG und 1 LuPi angeschafft. Der Festausschuss wird auf 9 Personen erweitert.

 

 

Das alljährliche Grillfest wird wie immer auf dem Hof von Marianne und Werner Schwarzloh veranstaltet.  Der Festausschuss regt den Kauf von Chemie-Toiletten an! Bei der Vorstandssitzung am 29. 08. 1986 wird ein Defizit beim Zeltfest in Höhe von 600,- DM bemängelt! Die Anschaffung von elektrischen Zuganlagen für den Schießkeller wird zurückgestellt.

Beim Stadtteilfest 1986 wird das Königsschießen zum besonderen Erfolg: der gesamte Hofstaat wird von der SG Gartenstadt gestellt. Es wird danach ein reger Zulauf von Jugendlichen registriert.

Zur Vervollständigung der neuen Uniform der SG Gartenstadt gibt es einen „Deutschmann“-Hut. Es wird das Tragen der Uniform zu offiziellen privaten Einladungen diskutiert.

Die Anschaffung einer Vereinsfahne wird beschlossen.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 13. 02. 1987 tritt der Festausschuss geschlossen zurück. Die Organisation und Durchführung seiner Aufgaben übernimmt b. a. W.  der 2. Vorsitzende bei erwarteter Unterstützung von den Mitgliedern.

Vom 01. 05.  bis 03. 05.  war eine Abordnung in Berlin und nahm dabei am Bundesschützenumzug teil.

Zum Zeltfest bei Schwarzloh werden 15,- DM pro Erwachsener und 10,- DM pro Jugendlichem kassiert. Es wird die Abrechnung dieser Veranstaltungen diskutiert.

Die Planung eines eigenen Schießstandes in der Eulerstr. 31 wird vorbereitet.

Die Jugendarbeit wird erschwert durch die beabsichtigte Niederlegung ihrer Ämter von Dieter und Uwe.

Mit Kosten von 3500,- DM werden elektrische Scheibenzuganlagen installiert.

 

Das Jahr 1988 steht unter Zeichen Vereinsfahne. Alle Anstrengungen konzentrieren sich auf die Anschaffung dieses wichtigen Symbols von Schützentradition. Bei der Jahreshauptversammlung am 22. 04. 1988 wird beschlossen eine Fahne anzuschaffen.  Stadt Neumünster genehmigt die Benutzung des Stadtwappens.

Ein weitaus wichtigerer Beschluss führt zur Änderung des Vereinsnamens in „Schießsport-Gemeinschaft Gartenstadt e. V. von 1983“. 

Diese Versammlung ehrt 31 Mitglieder als Gründungsmitglieder oder wegen ihrer unmittelbaren Mitgliedschaft nach der Gründung. 

Zuschüsse für die Scheibenzuganlage und für die Fahne können von der Stadt Neumünster und vom Kreissportverband vereinnahmt werden.

Das Fehlen eines Königspaares wie bei allen anderen Schützenvereinen wird erkannt und soll geändert werden.

Die Jahreshauptversammlung am 10. 02. 1989 ergibt einen Führungswechsel, Hartmut Fahrenkrog wird trotz Anfechtung der Wahl als neuer 1. Vorsitzender gewählt und Erika Henningsen übernimmt von Kurt Noack das Amt des 2. Vorsitzenden.

 

1989 ist das Jahr der Fahnenweihe für die SG Gartenstadt.  Die erste Großveranstaltung wird mit viel Aufwand und Sorgfalt vorbereitet und unter der Kommandoführung von Georg Kellner und der Leitung des 1. Vorsitzenden erfolgreich durchgeführt. 13 Fahnenabordnungen nehmen teil am Umzug mit 2 Musikzügen aus Einfeld und Traventhal.

 Nachdem die Fahne vorhanden ist, wird an einer Königssatzung gearbeitet, um in der Schützentradition fortzufahren.

An der Vorstandsitzung am 26. 01. 1990 nimmt ein neues Mitglied, Horst Kunz, als Gast teil. Die Einladung findet nicht uneingeschränkt positive Resonanz.

Bei der Jahreshauptversammlung am 16. 02. 1990 wird H. Kunz zum Gerätewart ernannt, nachdem er mit 13 gegen 25 Stimmen als Kandidat zum 2. Vorsitzenden gescheitert war.

 

Am 27. 04. 1990 wird von der außerordentlichen Mitgliederversammlung die „Königssatzung“ genehmigt. Das erste Königsschießen wird aber erst 1991 durchgeführt.

 

Die Jahreshauptversammlung am 15. 02. 1991 führt zu einem erneuten Wechsel in der Vereinsführung.  Hartmut Fahrenkrog hatte seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen bereits angekündigt. Auf Vorschlag des Vorstandes wird Horst Kunz mit 34 zu 7 Stimmen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Sein Einstand gestaltet sich schwierig, weil der Posten des Sportwarts nicht nachbesetzt werden kann. Als ehemaliger Soldat, den er auch nicht verleugnet, setzt er sich grundsätzlich für das Tragen der Uniform bei allen offiziellen Anlässen ein.

 

Am 20. 04. 1991 wird das erste Königsschießen der SG Gartenstadt durchgeführt. Der erste Königsball wird als Geschlossene Veranstaltung mit geladenen Gästen veranstaltet. 

Das erste Königspaar wird gestellt von Renate Kunz und Kurt Noack. Das Königspaar wird am 26. 05.  beim König mit einem Schützenumzug zum Königsfrühstück im Gemeinschaftshaus, das im Wesentlichen von den Damen des Vereins bestückt wurde, abgeholt. Diese Prozedur wird allgemein positiv aufgenommen und als Tradition weiterhin beibehalten

 

Am 17. 11. 1991 wird unter beachtlicher Beteiligung ein „Tag der offenen Tür“ zur Mitgliederwerbung veranstaltet. Mit Presse- veröffentlichungen und Werbung in der Gartenstadt wurde Aufmerksamkeit erregt, um der Veranstaltung zum gewünschten Erfolg zu verhelfen.

 

 

 

Zur Jahreshauptversammlung am 14. 02. 1992 meldet der Kassenwart einen Zugang von 7 Mitgliedern, so dass ein Bestand von 86 Mitgliedern erreicht wurde. Die Fa. NORTEX bestätigt, weitere Jacken liefern zu können.  Der Preis liegt bei ca. 400,- DM. 4 weiter Uniformträger/-innen werden damit ausgestattet.

Das Pokalschießen verzeichnet eine Rekordbeteiligung von 190 Mannschaften mit 866 Teilnehmern.

Das Jahr 1992 wird geprägt von den Vorbereitungen für das bevorstehende 10-jährige Vereinsjubiläum, das am 08. 05. 1993 gefeiert wird.

 

Zur Erhaltung der Gemeinnützigkeit muss eine grundlegende Satzungsänderung durchgeführt werden. Am 29. 01. 1993 wird die neue Satzung beschlossen.  Das Finanzamt Kiel- Nord hat uns die Anerkennung der Gemeinnützigkeit schriftlich mitgeteilt.  Dazu wird die amtlich bestätigte Satzung nachgereicht. Jedes Mitglied erhält daraufhin eine Satzung ausgehändigt.

 

Das Pokalschießen wird im Jubiläumsjahr mit einer veränderten Ausschreibung als Ausnahmeregelung durchgeführt. Zusätzlich wird ein Preisschießen mit Bargeldpreisen veranstaltet.Die Mitgliederzahl erreicht am 01. 01. 93  „87“ aktive und nicht aktive Schützenschwestern und Schützenbrüder.

 

Das Jubiläum wird mit einem großen Schützenumzug mit zahlreicher Beteiligung von Fahnenabordnungen der befreundeten Schützenvereine eingeleitet. Es schließt sich der Jubiläumsball mit der Königsproklamation an.  Den Abschluss bildet ein Empfang am Sonntagmorgen als Frühschoppen mit geladenen Gästen wie z. B.  dem Stadtpräsidenten Helmut Loose.

 

 

 

Beim Jubiläumsball werden Horst Kunz zum König und Marita Will zu seiner Königin ausgerufen.

Der inzwischen schon traditionelle Umzug mit den OLDIES vom FTN startet somit in der Ohmstraße, in der auch die Königin wohnt.

Die Gesamtkosten aller Veranstaltungen im Jubiläumsjahr werden vom Kassenwart auf 4.685,90 DM beziffert.

Bei 40 Pokalschießen im Jahr 1993 konnten unsere Aktiven 30 Pokale erringen, als besondere Einzelleistung wird Renate Kunz mit 8x 100 und 6x 99 Ringen als Beste Einzelschützin genannt.

 

Königspaar 1994, Conny Tödt und Ernst Neumann, werden vom 1. Vorsitzenden Horst Kunz zum Umzug durch die Gartenstadt begrüßt. Es geht wieder musikalisch begleitet von den „Oldies vom FTN“ zum Königsfrühstück ins Gemeinschaftshaus an der Domagkstraße. Die Schützenschwestern (und –brüder) haben dort bereits ein reichhaltiges Buffet von „Aal über Sauerfleisch bis Zucker im Kaffee“ bereitgestellt.

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Da die Einnahmen aus dem Königsschießen ohne einen Zuschuss aus der Kasse nicht ausreichen, um den Hofstaat mit einem halbwegs ausreichenden Handgeld auszustatten, wird eine „Hofstaatlotterie“ eingeführt, deren Überschuss dem Hofstaat die Repräsentationskosten ein wenig erträglicher machen soll.

 

Unser Hofstaat 1995 mit Königin Marga Noack, König Peter Hinz, der Hofdame Marita Will und dem Ritter Rosano Turlon demonstrieren, dass unser System der Proklamation und Ausstattung unabhängig von den persönlichen finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder akzeptiert wird!

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So wie der Hofstaat in jedem Jahr neu eingesetzt wird, gehört der Wechsel im Vorstand zu den üblichen Veränderungen, denen ein Verein unterworfen ist. Die Jahreshauptversammlung am 03. 02. 1995 wählt Karin Neumann als Nachfolgerin unseres langjährigen Kassenwartes Hans Kirchhoff in den geschäftsführenden Vorstand und macht Manfred Weinke zum neuen Sportwart.

Als Konsequenz auf unser „uniformiertes“ Auftreten wird beschlossen, die Amtsträger durch „Dienstgradabzeichen“ in Form von Sternen zu kennzeichnen: 1. Vorsitzender = 2x Gold, 2. Vorsitzender = 1x Gold, Kassenwart = 1x Gold, Sportwart = 2x Silber und weitere Vorstandsmitglieder = 1x Silber.

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Durch Vermittlung des Präsidenten des NDSB, Gerhard Quast, entsteht eine lockere freundschaftliche Beziehung zum „Schützenverein Gartenstadt 1954“ in Braunschweig. Zur Holstenköste 1995 besucht uns eine Abordnung von 12 Personen unter der Führung von Dieter Neumann und nimmt mit uns an dem Schützenumzug durch die Innenstadt teil. Danach treffen wir uns zum gemütlichen Beisammensein bei Ernst und Elfriede Neumann

 

                                Auf Vorschlag von Georg Kellner wird ein zweites Pokalschießen organisiert, das zum Ausklang des Sportjahres stattfinden soll. 1995 ist damit das Geburtsjahr unseres „Erntedankschießens“, das zunächst als      „Doppelpaar-Turnier“ für je 2 Damen und 2 Herren in einer Mannschaft aus der Taufe gehoben wird. Der Gedanke an Erntedank kam sehr früh durch die Naturalien auf, die zusätzlich als Sachpreise geplant waren. Das Gemüse aus der Marsch ist bis heute ein beliebter Magnet für diese Schießsportveranstaltung geblieben.

 

Das alljährliche Fußballspiel der Jugend gegen eine Erwachsenenauswahl wird durch die Stiftung eines Uwe-Henningsen-Gedächtnis-Pokals unter das Motto der Würdigung eines vorbildlichen Leiters und Förderers der Jugend gestellt.Die Jahreshauptversammlung am 19. 01. 1996 beginnt mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Uwe Henningsen. Veränderungen im Vorstand ergeben sich nicht.Um das Bild der SSG Gartenstadt weiter in der Öffentlichkeit zu verbessern, greift der 1. Vorsitzende auf die Möglichkeiten der Kleiderkasse der

Bundeswehr zurück und bietet Sammelbestellung von Uniformhemden der Marine an.

Der Rückblick auf das vergangene Jahr lässt noch einmal den Erfolg von Erika Henningsen als Landesmeisterin aufleuchten. Das Pokalschießen im Frühjahr war mit 24 sportlichen und 144 Auflage – Mannschaften eine erfolgreiche Veranstaltung.

 

 

 

Nach nunmehr 13 Jahren hat die SSG Gartenstadt ein neues Vereinswappen, das der möglichen Verwechslung von „SG Gartenstadt“ mit der Abkürzung der Siedler Rechnung trägt! 

 

 

Die Königsproklamation 1996 ergibt einen Hofstaat, in  dem sich mit Julia Will und Andre Schilling auch ein Königspaar der Jugend präsentiert. Königspaar Erika Henningsen und Manfred Güttner freuen sich zudem mit Hofdame Renate Kunz und Ritter Ernst Neumann  über erfahrene Mitstreiter!

 

 

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Herausragendes Ereignis aus unserer Sicht ist auch in diesem Jahr die Holstenköste mit dem großen Umzug der Schützen aus ganz Schleswig-Holstein und der Proklamation des Landeskönigs auf der Klosterinsel. Herausragend aber besonders, weil unser Ritter Ernst die Klosterinsel als Landesschützenkönig 1996 verlässt!

 

 

Mehr als ein Achtungserfolg ist auch mit diesem Bild dokumentiert.  Der Gewinn der Landesmeisterschaft unserer Alters - Damen im Raderedder 1996!

 

 

 

 

Ein kleines Highlight war unser Besuch beim Schützenfest des „Schützenverein Gartenstadt 1954“ in Braunschweig. Die herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft der Familien vor Ort machten den Besuch zu einem unvergesslichen Ereignis.  Das Schützen- und Stadtteilfest machte uns durch seine Größe und hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppierungen unter der Leitung der Schützen fast ein wenig neidisch. Braunschweig ist aber leider für einen kleinen Abstecher eben doch zu weit weg.

 

 

Das Ereignis des Jahres 1997 war aus unserer Sicht der Schützenumzug beim Deutschen Schützentag in Magdeburg. Wenn auch die Bilder sich gleichen, die Teilnahme an einer Großveranstaltung ist doch immer etwas Besonderes.

Unsere Königsproklamation, hier von Simone und Georg, ist immer ein Ereignis, auf das man sich freuen darf. Gute Stimmung und das Überraschungsmoment verlangen sorgfältige Arbeit des Vorstandes, die aber dann von allen Beteiligten honoriert wird.

Simone Doege und Georg Kellner waren trotz Altersunterschied ein sehr aktives und harmonisches Königspaar, das der SSG Gartenstadt alle Ehre gemacht hat.

 

 

Tradition und Pflege des Schützenbrauchtums sind uns wichtige Eckpfeiler unserer Gemeinschaft, aber nichts ist so schön wie Erfolg. Und Erfolg hatten 1998 wieder einmal unsere Damen bei der Landesmeisterschaft und deshalb sei er hier als erstes erwähnt. Renate, Marlis und Erika freuen sich zu Recht über den Titel.

Landesmeister 1998

                             

                                   

Wenn man weiß, dass Marlis in diesem Jahr auch noch zur Königin ausgerufen wurde, kann man auch das als etwas Außergewöhnliches ansehen. Der 1. Vorsitzende gratuliert auf dem Bild, ohne zu ahnen, was ihm noch bevorsteht. Das oben beschriebene Überraschungsmoment macht bei uns vor nichts und niemandem Halt. Georg Kellner übergibt die Königskette an seinen Nachfolger Horst Kunz, womit die Marschgruppe der SSG in diesem Jahr ( siehe hier zur Holstenköste ) in abgewandelter Formation läuft. Den weiteren Hofstaat bilden Cornelia Kuhlemann als Hofdame, Marco Fahrenkrog als Ritter sowie das Jugendkönigspaar Daniel Andre Kuhlemann und Manuela Harfst.

 

Dieses Bild dokumentiert aber ein noch größeres Ereignis des Jahres 1998: die SSG Gartenstadt hat in diesem Jahr quasi zwei Königinnen, mit denen sich Horst hier stolz beim Rendsburger Herbst präsentiert. Diese Veranstaltung beinhaltet immer eine besondere Attraktion und wer kann, lässt sich die nicht entgehen. Einmal im Jahr mit Pauken- und Trompeten-begleitung durch den Fußgängertunnel unterm Nord- Ostsse Kanal. Das muss man erlebt haben.

 

 

 

Allerdings, alles hat seinen Preis, die Rendsburger Schützengilde hat einen Umzug, der ganz schön an den Kräften zehrt; zum einen ist Wetter meistens gut, zum anderen ist der Marschweg etwas für gut trainierte Teilnehmer.

Dies Bild zeigt daher keine schlechte Laune, sondern einfach nur ein wenig Erschöpfung vor der nächsten Rast.

 

Das Jahr fand für uns einen furiosen Abschluss mit dem ersten Landeskönigsball in Travemünde, zu dem wir unsere Landeskönigin natürlich begleiteten und der ein rauschendes Fest für alle war.

Bei der  Weihnachtsfeier konnte der Sportwart für Auflageschützen Andreas Kuhlemann insgesamt 60 gewonne Pokale präsentieren. Somit wurde das Jahr 1998 das wohl erfolgreichste Jahr der SSG- Gartenstadt.

 

Nach einem so ereignisreichen und mit Erfolgen beladenen Jahr musste einfach wieder etwas Ruhe in die Gemeinschaft einkehren!

Das Bild von 1999 zeigt rechts das frisch ernannte Königspaar Rosano Turlon und Marga Noack mit ihrem Hofstaat, bestehend aus Jugendkönig und –königin sowie Hofdame und Ritter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im September 2000 findet ein weiterer sportlicher Höhepunkt mit unserer Beteiligung in Dortmund statt.

Mit Hans Kirchhoff, Klaus Zimmermann und Horst Kunz ist für uns eine Mannschaft am Start, die sich beachtlich schlägt und mit einem Ergebnis im vorderen Mittelfeld mehr als zufrieden sein kann

Zur Jahreshauptversammlung werden 80 Mitglieder gezählt. Wir haben mit 19 Aktiven an 30 Pokalschießen teilgenommen und dabei 41 Pokale errungen! Bei den Kreismeisterschaften 2000 stellt die SSG Gartenstadt beim Auflageschießen 3 Kreismeister in der Einzelwertung und 2 in der Mannschafts-wertung!

Das Jahr 2000 bringt so etwas wie einen Generationenwechsel. König Marco Fahrenkrog gehört wie auch seine Königin Karin Neumann zu herangewachsenen Junioren während der Jungkönig Fabian mit seiner Königin Manuela neben seiner schon (Königin-)erfahrenen Mutter Simone und ihrem ebenso erfahrenen Ritter Rosano steht. Die relative Jugend tut der Beteiligung am Schützenleben keinen Abbruch. Wie all die Jahre ist die SSG- Gartenstadt gut bei den Bällen und Umzügen der befreundeten Vereine vertreten.

 

 

 

 

.Mit dem Königspaar 2001, Ernst und Simone, sind jetzt zwei erfahrene Majestäten „an der Macht“. Beide waren bereits einmal Königin bzw. König der SSG Gartenstadt.

Die Präsenz der SSG Gartenstadt bei möglichst vielen Schützenfesten unserer befreundeten Vereine und Gilde ist damit wieder sichergestellt.

 

 

Erstmals wird mit Manfred Güttner ein „hauptamtlicher“ Fahnenträger ernannt, der seine Aufgaben sehr ernst nimmt, wie man z.B. hier bei der Holstenköste in Neumünster sehen kann.

Unser Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit kann sich wirklich sehen lassen. Pflege und Wartung der Vereinsfahne sind jetzt in einer verantwortlichen Hand.

 

 

Was aber wären unsere Umzüge ohne Musikbegleitung? Seit nunmehr 10 Jahren sind uns die „Oldies vom FTN“ treu und führen uns gekonnt schwungvoll jährlich zum Königsfrühstück.

Dafür werden sie von uns mit unserem neuen Vereins- abzeichen ausgezeichnet und so quasi zu Mitgliedern h.c. ernannt!

 

 

 

 

Das Königspaar 2002 heißt Marlis und Andreas, der neben sich seine Conni als Hofdame sieht mit dem 1.Ritter Peter zur Seite.

Sind Marlis und Peter schon einmal als Majestäten im Amt gewesen, so ist es für das Ehepaar Conni und Andreas ein völlig neues Gefühl, die SSG im Hofstaat zu vertreten.

Sie profitieren aber als erste von der beschlossenen Anhebung des Königsfonds auf 600,- €, der es ihnen leichter machen wird, die Pflichten wahr zu nehmen.

 

Wenn es dann beim jährlichen Königspokal-schießen dann auch noch klappt, ist die Freude natürlich besonders groß! Wie man sieht, freut sich Sportwart Manfred Weinke, dass er die Pokale an seine „Molle“ und Ernst Neumann aushändigen darf.

 

                

Bei den Bildern fällt einem ein alter Spruch aus der Werbung ein: „Zufriedene Mienen danken es Ihnen!“

Die Pokalsaison wird bei uns wieder mit dem schon traditionellen – und wegen der attraktiven  Preise und Pokale beliebten – Erntedankschießen abgeschlossen.

 

 

 

 

Das Jahr 2003 wird allen Mitgliedern noch lange in Erinnerung bleiben. Bringt es doch für den Verein gleich zu Beginn heftige Unruhe und tief greifende Veränderungen im Vorstand mit sich.

Die Mitgliederversammlung spricht sich zunächst einstimmig für die Wiederwahl des 1. Vorsitzenden, Horst Kunz, aus. Im Zusammenhang mit der Aussprache über das bevorstehende Fest zum 20ten Bestehen der SSG Gartenstadt kommt es dann zu Meinungsverschiedenheiten und unsachlichen Diskussionen, weil Horst Kunz -nach eigenen Bekunden- aus persönlichen Gründen nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen kann. Sein Rücktrittsangebot nimmt die Versammlung mehrheitlich an.

Nach drei hektischen Vorstandssitzungen und der notwendigen außerordentlichen Mitgliederversammlung, bei denen auch über die Auflösung des Vereins und deren Folgen diskutiert wird, ist mit Peter Hinz ein neuer erster Vorsitzender gefunden. Andreas Kuhlemann übernimmt in Doppelfunktion zusätzlich das Amt des zweiten Vorsitzenden, während Manfred Weinke ebenfalls in Personalunion das Amt des Kassenwartes ausführt.

 

2003 ist aber auch das Jahr, in dem die SSG Gartenstadt 20 Jahre besteht und das wird auch ausgiebig gefeiert. Beim Jubiläums-Marsch kann Peter Hinz sich über eine großen Beteiligung von Fahnenabordnungen der befreundeten Vereine und Gilden freuen. Dem Hofstaat, der am Abend proklamiert wird, sieht man an, dass er diese würdevolle Aufgabe mit Freude übernommen hat.

 

                   

 

    

 

 

 

                   

Mit Hofdame Gretel Zimmermann, 1.Ritter Rosano Turlon, Königin Marga Noack und König Kurt Noack haben aber auch erfahrene Mitglieder das Regiment in der SSG Gartenstadt übernommen.

 

Wenn die Gartenstadt zum Pokalschießen einlädt, sind immer alle gerne dabei, weil es sich auch lohnt mitzumachen. Wie in jedem Jahr, ist bei uns für jede Disziplin ein Pokal für die drei Erstplatzierten zu vergeben. Mit einer Urkunde und einem besonderen Geschenk für die Besten Einzelschützen hat die SSG-Gartenstadt einen guten Ruf über die Stadtgrenzen hinweg.

Das war beim Kommers 2003.

 

 

 

Frühj_Kommers 04 06Das Jahr 2004 beginnt, nachdem die Jahreshauptversammlung mit den Berichten und Wahlen gelaufen ist, mit dem alljährlichen Frühjahrs-Pokalschießen. Es freut jeden Verein, wenn beim Kommers der Saal so voll ist und alle Pokale ausgegeben werden können.

 

 

 

 

Königsball 04 04Der Königsball 2004 wird zu einem besonders fröhlichen Ereignis. Die „Gnutzer Nordlichter“ bescheren uns mit ihrer Einlage ein wahres Feuerwerk guter Laune, die über den ganzen Abend anhält und auch den neuen Hofstaat nicht wieder loslässt.

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahre 2005 stellte die Sparkasse Südholstein einen Sonderbudget für Sportvereine in Aussicht. Die SSG-Gartenstadt hatte schon lange den Wunsch eine eigene Auswertemaschine zu haben, denn die Methode der manuellen Auswertung (über 8000 Schuss zu unserem Frühjahrspokalschießen) war nicht mehr zeitgemäß. Andreas Kuhlemann übernahm die Aufgabe, sämtliche Anträge zu stellen und weitere Sponsoren und Förderer beim Land und der Stadt Neumünster anzuschreiben. Nach einiger Zeit und hartnäckiger Verhandlung war es im September so weit, dass die SSG-Gartenstadt über einen Förderbetrag in Höhe von 2.500 € verfügte. Die Auswertemaschine wurde angeschafft und bei einem Preisschießen eingeweiht und erfolgreich getestet.

 

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Weihnachtsfeier 06 15

Keine Weihnachtsfeier ohne Bescherung. Die Freude über den erhaltenen Lohn für die im Jahr 2006 erbrachten Schieß-Leistungen ist den Ausgezeichneten anzusehen!

 

 

Weihnachtsfeier 06 34Eine besondere Auszeichnung wird unserem Alterspräsidenten, Georg Kellner, zuteil. Andreas Kuhlemann heftet ihm in seiner Eigenschaft als 2. Vorsitzender des Kreis-Schützen Verbandes Neumünster die Ehrennadel des NDSB für besondere Verdienste um das Schützenwesen an die Brust. Georg ist Gründungsmitglied und erhält diese Auszeichnung, weil er bis heute  unermüdlich an der Weiterentwicklung der Schießsport-Gemeinschaft Gartenstadt kreativ mitarbeitet und neue Ideen einbringt. Die Entwicklung unseres Wappens, des Vereinsstempels, unserer Urkunden und nicht zuletzt unserer Vereinsfahne sind entscheidend von ihm geprägt worden. Auch das sportliche Geschehen wurde von ihm stark beeinflusst. Die Idee für das Erntedank-Schießen, das sich allgemeiner Beliebtheit erfreut, stammt z.B. aus seiner Feder.

 

 

 

 

Weinke

Das Jahr 2007 beginnt mit einem traurigen Ereignis. Für alle unerwartet, stirbt Manfred Weinke nach dreiwöchiger, schwerer Krankheit. Ein tiefes Loch ist in die schlagkräftige Speerspitze des Vorstandes gerissen worden. Viele Vereinsaktivitäten wurden erst durch Manfred möglich, und seine besonders lebenslustige Art und Weise die Dinge anzugehen, hat dem Vereinsleben immer sehr gut getan.

 

 

 

Die Funktion des Kassenwartes übernimmt zunächst Andreas Kuhlemann, der bis zur nächsten Jahreshauptversammlung die Zahlen soweit überarbeitete, das eine Kassenprüfung durchgeführt werden konnte. Nachdem die Entlastung durch die Mitgliederversammlung erteilt wurde, übernahm bei den anschließenden Wahlen Horst Kunz das Amt des Kassenwartes. Die Posten des Vorstandes waren somit wieder besetzt, aber die Lücke die Manfred hinterließ, wird nicht mehr geschlossen werden können.

 

 

 

Erntedank-Kommers 07 02.jpg

Die Saison der Pokalschießen neigt sich für 2007 dem Ende zu. Unser schon traditionelles Erntedank-Schießen erfreut sich offenbar größerer Beliebtheit als vermutet; mit 31 Mannschaften nehmen ca. 30% Damen und Herren mehr als im letzten Jahr an diesem „Doppelpaar-Turnier“ teil.

 

Wir haben den Gabentisch aber auch wieder reichlich gedeckt. Sind die Pokale schon ein lohnendes Ziel für die Schützen, so ist das Gemüse und die Wurst für die besten Einzelschützen noch eine Erntedank-Kommers 07 17.jpgerfreuliche Zugabe, die gerne genommen wird.